Ich schreibe über Märkte und Macht, und über die Stelle, an der beide sich berühren.
Die meisten Kommentare erklären, was die Kurse getan haben. Mich beschäftigt die schwierigere Frage: was die Positionen tun. Eine Position ist nicht der Kurs. Sie ist das, was ein Unternehmen, eine Branche oder ein Staat in der Struktur aus Wettbewerb, Angebot, Regulierung und Macht um sich herum aufbaut, verteidigt oder aufgibt. Kurse ziehen früher oder später nach. Diese Positionen zu lesen, statt den Kursen hinterherzuschauen, ist die Methode hinter allem, was hier steht. Sie heißt Power Mapping.
Ausgebildet als Politikwissenschaftler und seit Jahren mit den Finanzmärkten befasst, lese ich beides mit demselben Blick. Politik und Wirtschaft werden meist getrennt betrachtet; ich halte das für einen Fehler. Die großen Bewegungen unserer Zeit, von Energie über Souveränität bis Technologie, entstehen genau dort, wo politische und wirtschaftliche Strukturen zusammenlaufen.
Diese Seite hat zwei Linien. Die Strukturelle Lesart sind monatliche Memos: ruhige, genaue Lesarten einzelner Positionen — Unternehmen, Sektoren, historische Fälle. Sie halten sich mit Urteilen zurück; ihre Disziplin ist das Lesen. Konvergenz ist die monatliche Synthese: hier beziehe ich Position und lese die großen Linien dort, wo Politik und Kapital sich gemeinsam bewegen.
Beide gehören zu einem größeren Vorhaben, zwei Büchern, an denen ich arbeite: Power Mapping über die Methode, Positionen zu lesen, und Power Fusion über die Konvergenz von Politik und Märkten.
Was hier steht, ist keine Anlageberatung, sondern strukturelle Beobachtung. Lesen Sie mit.